14. Jahrhundert

Die Rittergeschlechter Wedel, Sanitz und Speningen eroberten Anfang des 14. Jahrhunderts Bublitz und die umliegende Gegend im Gefolge der Brandenburgischen Askanier und von diesen fiel es 1317 an die Greifen.

Die Eroberungen der Askanier

Die Aufspaltung Pommerns in mehrere Staaten begann 1295 mit der Bildung der Herzogtümer Wolgast und Stettin. Parallel dazu versuchten die Camminer Bischöfe, aus einem Teil Pommerns ein in territorialer Hinsicht eigenständiges Bistum zu bilden. Erst 1478 gelang es Herzog Bogislaw X. das geteilte Pommern wieder zu einem Land zu einen.

BKGE

Im Zusammenhang mit seinen Bemühungen um einen Aufstieg zur Territorialmacht erwarb das Camminer Bistum im 14. Jahrhundert Bublitz und das umliegende Gebiet. Die Besitzungen des Domkapitels von Cammin (Kamieñ Pom.) bestanden bis 1308 größtenteils aus Siedlungen mit slawischem Recht.

Kazimierz Slaski Volkstumswandel in Pommern vom 12. bis zum 20. Jahrhundert, Beiträge zur Geschichte Pommerns und Pommerellens, 1987. S.94-109

  • Seit 1309 war der Kreis Schlochau durch Kauf eine Komturei des deutschen Ritterordens. Nach der Festlegung der Grenze des Ordensstaates gegen das Territorium der Bischöfe von Cammin 1310 und 1313 begann der Orden mit der Erschließung seiner Grenzgebiete.

    Max Toeppen Historisch-comparative Geographie von Preußen, 1858. S.64ff

  • Nach dem Aussterben der Askanier gelangte das Gebiet östlich der Linie Gollenberg, Küddow und nördlich der Warthe und Netze, also die Länder Schlawe und Stolp, an die Greifen.

    Heinrich von Wacholz war von 1302 bis 1317 Bischof von Cammin, er wurde abgelöst von Konrad IV. (1317-1324).

  • So wie Wratislav nach dem Abgange des Brandenburg askanischen Hauses sein Land dem Bischoffe von Camin in dem Falle schenkte, wenn er ohne männliche Erben sterben sollte und es von demselben wieder zum Lehn nahm, so thaten eben dieses Herzog Otto und sein Sohn Barnim an demselben Tage (16. Aug. 1320). Ihre Absicht war wahrscheinlich zu verhüten, daß sie nicht von neuem zu Brandenburgschen Vasallen gemacht würden; sie hofften auf diese Weise geschützt zu seyn. Im Anfange des folgenden Jahres (25. Jan. 1321) nahmen beide Herzöge auch den Bischoff, die Domkirche und alle bischöfflichen Güter und deren Unterthanen in Schutz und versprachen, sie vor allen Ungerechtigkeiten, Bedrückungen und Angriffen gegen einen Jeden zu beschützen.

    Johann Jacob Sell, Teil 2, Seite 9

    Am 16. August 1320 nahmen Wartislaw IV. von Pommern-Wolgast und Otto I. von Pommern-Stettin ihre gesamten Länder vom Camminer Bischof zum Lehen. Ihr Ziel war es, Pommern unter den Schutz der Kirche zu stellen und so ältere Ansprüche Brandenburgs auf die Lehenshoheit über das Herzogtum Pommern abzuwehren.

    Wikipedia Bistum Cammin

    Gegenseitige Bündnisse sollten die Herzöge gegen Angriffe aus Brandenburg bewahren, und den Bischof gegen Überfälle aus Polen schützen.

    1317 hatte das Herzogtum Pommern die Lande Schlawe und Stolp übernommen und gleichzeitig verdrängte das Bistum Cammin die kirchliche Autorität des Erzbistums Gnesen in diesen Landen. Gegen einen möglichen Angriff aus Polen schloss Bischof Konrad IV. im Jahre 1320 ein Bündnis mit Herzog Wartislaw IV. und dem Deutschordensstaat.

  • Nach Gerhard Müller (1929) geht aus der Grenzbeschreibung des Deutschen Ordens von 1321 hervor, dass das Bublitzer Land bereits bischöflich war und zwar als Bestandteil des Landes Köslin (terra Cussalin). Auch der halbe Dolgensee und die Gegend bis zum Platz Sadicker bei Hammerstein soll dem Kamminer Stift gehört haben.

    Gerhard Müller

    Die Pommernherzöge Wartislaw IV., Otto I. und Barnim II. bestätigten am 6. Mai 1321 den Schutzbund mit dem Kamminer Bischof.

    Martin Wehrmann, 1900, S.28

    Der derzeitige Bischof Konrad IV (1317-1324) konnte im Jahre 1321 Stadt und Lnad Cammin von den Herzögen kaufen.

  • Bischof war Arnold von Eltz (1324-1330).

  • Friedrich von Eickstedt (1330-1343), seit 1330 Bischof von Cammin, erneuerte das Schutzbündnis den Herzögen Otto I. und Barnim II. von Pommern-Stettin am 30. Dezember 1330.

    Johann Micrälius Altes Pommerland

    Um 1330 begannen die Verhandlungen des Bischofs mit dem Knappen Paul von Glasenapp-Barthusewitz über den Tausch der Besitzungen am Jamund-See gegen Bublitz. Den Flecken Bublitz sollten Paul von Glasenapp-Barthusewitz und Gerhard von Goltbecke als Possessoren zu einer Stadt entwickeln. Da die Voraussetzungen sich nicht erfüllten, trat Gerhard von Goltbecke vom Vertrag zurück.

    Vicko (Victor) von Glasenapp-Barthusewitz übernahm seinen Platz. Es kam zu Auseinandersetzungen mit dem Bischof, worauf das Bisthum Paul und Vicko v. Glasenapp 1340 eine Entschädigung bewilligte.

    E. von Glasenapp

  • Erstmals wird Bublitz, das sich zu dieser Zeit im Herrschaftsbereich der Herzöge von Pommern-Wolgast befand, in einer Urkunde als Terra Bubulzik erwähnt. Der Ort selbst wurde früher Bubolz oder Bubulz genannt.

    E. von Glasenapp

    Friedrich von Eickstedt erwarb am 27. Februar 1339 von den ansässigen Adelsgeschlechtern Wedel (auch Wedell), Spening und Sanitz den größten Teil des Landes Bublitz. Der restliche vierte Teil blieb im Besitz der Familie Kameke (Kamyk).

    Brüggemann, Seite 529 f.

    Die Familie von Eickstedt ist ein Altmärkischer Uradel und stammt aus Eickstedt bei Stendal. Schon im 14. Jahrhundert zählte sie zu den Schlossgesessenen Pommerns.

    Adel der Altmarkvon Eickstedt (nur noch im Webarchiv verfügbar)

    Die Familie von Wedel ist ein altes Adelsgeschlechts aus Stormarn und führt ihren Ursprung auf den 1149 erwähnten Vogt Heinrich des Klosters Neumünster in Holstein zurück. Seit 1240 zählte man sie zum pommerschen Adel, und noch heute existiert die Familie in Dänemark und Deutschland.

    Von Sanitz war ein altes Adelsgeschlecht der Neumark, um 1337 zu Hitzdorf bei Arnswalde ansässig, nach Micrael ein pommersches, wolgastisches Adelsgeschlecht, welches 1395 zu Marchin unweit Greifswald sass. Bernd von Sanitz lebte 1665 in Stemnitz als Letzter seines Geschlechts.

    Das Geschlecht Kameke ist stammesverwandt mit der Familie von Bonin, die auch denselben Wappenschild führt. Die Bonins waren eine seit dem 13. Jahrhundert in Hinterpommern nachweisbare Adelsfamilie, die zeitweise auch die Hauptmänner auf Bublitz stellte und in dieser Funktion die Verwaltung von Bischofthum ausübte.

  • Bublitz bzw. das Terra Bubulzik gehörte dem Hochstift Cammin unter Bischof Friedrich von Eickstedt an. Dieser verlieh Bublitz am 17. April 1340 das Lübische Stadtrecht, wie im gesamten Bistum Cammin überwiegend das Lübische Recht galt.

    In diesen Zeitraum fiel wohl auch die Gründung des bischöflichen Tafelgutes Bublitz.

     
  • Wappen des Hochstifts Cammin

    Bischof Friedrich von Eickstedt (1329-1343) belehnte die Brüder Paul und Vicko Bartuszewitz mit 500 Hufen des südlich von Bublitz gelegenen Landes mit dem Auftrag, dessen Besiedlung zu verdichten.

    Das etwa zwischen Baldenburg und Hammerstein liegende Land reichte über den Dolgensee hinaus bis an die Zahne.

    Die Angabe einer gewissen Anzahl von Hufen meinte zu jener Zeit die allgemein urbaren Hufen. Diese waren nicht gleichbedeutend mit dem Flächeninhaltinnerhalb der beschriebenen Grenzen.

    E. von Glasenapp

    Die Gründung Bischofthums kann 1342 oder kurz danach stattgefunden haben und wird noch vor der großen Pestepidemie im Jahre 1351 abgeschlossen gewesen sein.

    Die Gebrüder Bartuszewitz können im Auftrag des Bischofs, entweder Friedrich von Eickstedt oder seinem Nachfolger Johann I. von Sachsen-Lauenburg (1344-1372), die Gründer von Bischofthum und deren erste Verwalter gewesen sein. Es kann angenommen werden, dass sie das Dorf Bischofthum durch die Namensgebung als Dominium des Bistums kennzeichnen und damit den Gebietsanspruch gegenüber dem Deutschen Ritterorden verdeutlichen wollten.

    Die Gegend südlich von Bublitz galt als unbesiedelt, wie Eberhard Sauer in seinem Bericht über die Gebrüder Bartuszewitz und ihren Besiedelungsauftrag schrieb:

    Eberhard Sauer, Seite 97

    Der Stammsitz der Familie Bartuszewitz war das Dorf Bulgrin (zwischen Belgard und Köslin gelegen), sie hatte Besitzungen südwestlich von Köslin und nordöstlich der Stadt an der Ostsee.

    Müller führt die Brüder Paul und Vicko unter dem Namen Glasenapp-Barthusewitz auf, wie diese Stammlinie auch von E. von Glasenapp in seiner Chronik genannt wird, denn zwei Söhne des Barthus Niger werden in einer Schenkungsurkunde des Bischofs Heinrich vom 1313 Glasenapp genannt und traten später auch unter dem Namen Glasenapp-Barthusewitz auf. Andere Linien dieser Familie nannten sich nach dem Namen des Stammsitzes von Bulgrin bzw. von Bulgrin-Barthusewitz.

    Um 1350 gab die Stammlinie der Brüder Paul und Vicko den Bartuszewitz-Teil des Familiennamens auf und führte urkundlich allein den Namen von Glasenapp.

    E. von Glasenapp
    Eberhard Sauer, Seite 96 f.

    Der Duden gibt Auskunft über die Bedeutung des Namens Glasenapp:

    1. Niederdeutscher Übername für den Benutzer eines im Mittelalter kostbaren gläsernen Napfes, eines gläsernes Trinkgefäßes.
    2. Berufsübername für den Glasmacher.

    Rosa und Volker Kohlheim Duden Familiennamen

    Die Brüder Paul und Vicko Glasenapp-Barthusewitz scheinen kein großes Interesse an der unwirtlichen Gegend gehabt zu haben, denn …

    … haben die v. Glasenapp wenig Gebrauch von den noch näher zu bezeichnenden Landstrecken gemacht, wie es scheint, deuten nur Altschloss, Karzenburg, Casimirshof, wo ein Schloss gewesen und noch ein Wall mit Mauersteinen vorhanden ist, Sassenburg, Drensch (Drenzke) und besonders Linow oder Ulrich's Schäferei am Zubberow (vielleicht von [ihrem Bruder, GK]Ulrich angelegt) darauf hin, dass sie nur diesen Orten Aufmerksamkeit gewidmet haben; das Uebrige ist wohl bald afterverlehnt, verpachtet oder auf andere Art vergeben worden. Vielleicht datirt aus dieser Zeit die Ansässigkeit der v. Zarten, der v. Lohde und Anderer dort, her.

    E. von Glasenapp

    Die genauen Besitzverhältnisse sind nicht mehr nachvollziehbar und die Lokatoren von Bischofthum werden nirgends ausdrücklich genannt, doch da die Glasenapp-Barthusewitz in Casimirshof tätig waren, liegt nahe, dass sie auch Bischofthum besessen haben. Die von Lode (Lohde) und von Zarten tauchen in diversen Urkunden in den Gebieten des Stifts Cammin auf.

    Der Urkundenzeuge Sydfridus miles dictus Lode wurde im Jahre 1242 erwähnt. In der Folgezeit wurden die Lodes in Pommern ein sehr angesehenes und einflussreiches Geschlecht. 1731 erlosch das Geschlecht in Pommern im Mannesstamm.

    Pommersches Urkundenbuch I, Nr. 501-III, Nr. 1813

    Ritter Sygfried Lode besaß um 1297 das Gebiet um Triglaff als bischöfliches Burglehen.

    Michael Welder Schönes Pommern, 1995

    Die pommerschen Lode waren vor allem im 15 Jhd. in Stift Cammin mit Bublitz, Gust, Borkenhagen, Kaltenhagen und Schulzenhagen später auch um Neustettin mit Falkenheyde, Gramenz, Janikow, Lübgust, Lütken-Krummebock, Schwartow, Steverburg, Storckow, Zechendorf und Zuchen begütert.

    Ernst Heinrich Kneschke Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon

    Ernst Heinrich Kneschke berichtet weiter: Das …

    Ernst Heinrich Kneschke Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon

    Das Geschlecht von Zarten war 1628 in Sassenburg und Wurchow ansässig.

    Klempin / Kratz

    Als erste Besitzer des Rittergutes in Sassenburg traten die Brüder Zarttenn oder Zarten im 16. Jahrhundert auf. Das Geschlecht taucht zum ersten Mal 1491 in Pommern auf. 1694 war ein Rittmeister Martin George von Zarth Besitzer, 1729 ein Hans Jürgen von Zarth. Offenbar erlosch das Geschlecht im Mannesstande, denn 1755 wurde das Gut dem Schwiegersohn David von Wenden verkauft.

    Sassenburg

    Die ersten Ansiedler von Bischofthum kamen vielleicht aus den Wohnsitzen derer von Eickstedt oder aus den Herkunftsgebieten der Bartuszewitze, denn die frühen Namenslisten enthalten sowohl slawische wie niederdeutsche Familiennamen. Mit den Familien wanderte wohl auch das Recht von der Küste in das Binnenland.

    Wanderung des Rechts

    Denn im Gebiet des Hochstiftes Cammin galt das lübische Recht, andere Landesherren bevorzugten Magdeburger oder Kulmer Recht.

    Auch in Bischofthum galt das lübische Recht. Einen konkreten Hinweis liefert der Lübschenhof, ein Anwesen nach lübischem Recht. Doch dürften aus dem Stadtrecht von Lübeck nur die Teile zur Anwendung gekommen sein, die das Erbrecht und den Verkauf regeln, z.B.:

    TITULUS SECUNDUS.

    Ad Municipales et de Incolis. [Von Bürgern und Einwohnern.]

    5. Es soll kein Bürger sein Erbe, Rente und Eigenthumb einem Gast, oder Frembden, oder andern, welche unser Bürger nicht seyn, versetzten oder verpfänden, verkauffen, oder zu träuen handen, demselben zum Besten zuschreiben lassen, es geschehe auch durch was Weise und Unterschleiff es wolle: Wer darüber sich zu handeln unterstehen würde, der soll des Erbes zuvorderst verlustig seyn, und darzu dem Rathe Straff geben funffzig Marcks Silbes. Gleichergestalt soll es auch gehalten werden, wann einem Frembden ein Erbe allhier anstirbet, der soll dasselbe auch nicht an Frembde veräussern, sondern an Bürgere bringen.

    almanach Heutiges Lübisches Stadtrecht nach der Revision vom Jahre 1586 (nur noch im Webarchiv verfügbar)

    Ansonsten bestimmten auf dem Land die Dorfordnungen, auch Weisthümer genannt, das Rechtswesen, bis sie 1616 von der Bauernordnung und 1751 von der die Erneuerten und verbesserten Dorf-Ordnung des Königreichs Preußen abgelöst wurden.

  • Zeitgleich mit den Aktivitäten von Paul und Vicko Glasenapp-Barthusewitz wurden in den Chroniken Pawel [Paul; GK] und Henning Glasenapp erwähnt, die ihren Wohnsitz im Dorf Godzisław hatten [deutsch Glasenapp, etwa 10 Kilometer südwestlich von Bublitz; GK] und in eine bewaffnete Auseinandersetzung mit dem Kamminer Bischof Jan gerieten. Der Bischof brannte die Wehrbefestigungen und den Familiensitz in Godzisław nieder und verlangte die Abtretung eines Teiles der Ländereien.

    Pommersche Familien

  • 1350 gehörte Bischofthum zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, Herzogtum Pommern, Hochstift Cammin. Der Bischof wurde nun als Reichsfürst angesehen

  • Johann I. von Sachsen-Lauenburg (1344-1372), Bischof von Cammin, einigte sich mit dem Deutschen Orden über den Grenzverlauf. Die nebenstehende Lubinsche Karte von 1618 ist ein früher Versuch, die Grenzen grafisch zu fixieren, lässt allerdings den Bischofthumer Keil mit seiner exponierten Lage des Dorfes vermissen, obwohl dem Amt Bublitz im ersten uns bekannten Lehnbrief für den Schulzen die Aufsicht auf die Grenzen sehr wichtig war, …

    … damit dem Amte desfals kein Einderung und Schaden geschehe

    Amtsgericht Bublitz I/75_1658+01+02_Lehnbrief

  • Pestarzt im Mittelalter

    Die Pest, auch Schwarzer Tod genannt, raffte um 1351 ein Viertel, nach anderen Berichten ein Drittel der Pommern dahin.

    Der starke Rückgang der Bevölkerungszahl ließ die Siedlungsbewegung zum vorläufigen Stillstand kommen, und kann als Argument genommen werden, die Gründung von Bischofthum zwischen 1342 und 1351 zu datieren.

     
  • 1356 musste das Bistum Cammin die Schutzherrschaft der pommerschen Herzöge anerkennen, die faktisch seit 1330 bestanden hatte. 1348 waren die pommerschen Herzöge von König Karl IV. als reichsunmittelbar anerkannt worden.

    Herzog Bogislaw V. zwang den Bischof und das Domkapitel zum Verzicht auf die freie Bischofs- und Prälatenwahl und übernahm die Schirmvogtei über die Stiftsgüter.

  • Der Vogt Engelke von Manteuffel herrschte in Bublitz.

    Bublitz

  • Philipp von Rehberg wurde 1372 mit Einverständnis der pommerschen Herzöge zum Bischof von Cammin gewählt.

  • Johann Willekini (Wilcken, Wilkens, († 1385), 1385 gewählter und providierter Bischof von Cammin, wurde vergiftet.

    1385 wählte das Domkapitel Herzog Bogislaw VII. (* vor 1355; † 1404) zum neuen Bischof. Jedoch ernannte Papst Urban V. 1385 auf Wunsch König Wenzels dessen Kanzler Johann Brun (Johannes Brunonis) zum Bischof.

    Um eine Separierung des Bistums vom Herzogtum Pommern zu verhindern, verzichtete Bogislaw VII. auf den Bischofstitel und wurde stattdessen am 24. August 1387 von den Domherren zum Schirmvogt und Vorsteher des Stiftes bestimmt. Der Vertrag gestand Bogislaw den Nießbrauch an den Stiftsstädten und Schlössern Kolberg, Köslin, Körlin, Massow, Tarnhusen, Pollnow, Bublitz und Zanow zu. 1394 starb Bogislaws älterer Bruder, Wartislaw VI., sodass Bogislaw nunmehr neben der Verwaltung des Stifts auch das Herzogtum innehatte.

    Wikipedia Bogislaw VII.

  • Johannes II. Brunonis war von 1385 bis 1394 Bischof von Cammin.

  • Johann I. von Oppeln, von den Zeitgenossen Kropidło (Sprengwedel) genannt, (* um 1360/64; † 3. März 1421) war von 1394 bis 1398 Bischof von Cammin.

  • Nikolaus Bock von Schippenbeil war Priesterbruder des Deutschen Ordens und 1384 bis 1391 dessen Generalprokurator an der Kurie in Rom sowie von 1398 bis 1410 Bischof von Cammin. Da er gegen den Willen des Hochmeisters Konrad von Jungingen zum Bischof von Kammin ernannt wurde, konnte er nun aus dem Deutschen Orden austreten.

    Hochstift des Bistums Cammin während des 14. und 15. Jahrhunderts
    Quelle der Karte: Thomas Helms