1. Jahrhundert

Die Ostseeküste wurde von Nordgermanen, Elbgermanen (Jastorf-Kultur), Odermündungsgermanen (Jastorf-Kultur) und Weichselmündungsgermanen (Wielbark-Kultur) bevölkert, im Landesinneren saßen die Vandalen (Przeworsker Kultur).

Die Goten entwickelten sich wahrscheinlich als Stammesverband im Gebiet der Weichselmündung. Dort sind sie jedenfalls zur Zeitenwende belegt. Aussagen über die Herkunft der Goten sind — wie bereits oben angedeutet — sehr problematisch, denn die Goten waren wohl polyethnisch zusammengesetzt. Archäologisch ist jedenfalls keine Einwanderung aus Skandinavien nachweisbar.

Putzger, Historischer Weltatlas, 89. Auflage, 1965
Martin Wehrmann, 1919

 
Wielkark-Kultur

Die Herkunft der Rugier, der Burgunden und der Goten ist umstritten. Einige Forscher vermuten das Stammland der Goten in Mittelschweden, andere vermuten die Entstehung dieses Volksstammes im Weichselgebiet aus dem Zusammenschluss unterschiedlicher Stämme, wieder andere vermuten, dass sich die Ethnogenese des Stammes erst an der Donau vollzogen habe — in unmittelbarer Nachbarschaft zum Imperium Romanum.

Steinkreise (Kreis) und Hügelgräber mit Steinkonstruktionen (Dreieck) wurden für die Zeiträume von Christi Geburt bis 350 n.Chr. der Wielbark-Kultur zugewiesen.

Universität Münster Frühmittelalter

Aus der Karte geht hervor, dass beide Begräbnisarten im Quellgebiet der Küddow, also bei Bischofthum, vorkamen.