Gehöft Prochnow

Grundbuch-Blatt Nr. …
Ortsteil-Nummer 33
 
Erwerb
Besitzer / Eigentümer
Bemerkung
 
Gustav Prochnow
⚭ Berta Johanna Dahlke
 
Anmerkung

Die Lage des Hofes wurde von Zeitzeugen bestätigt.

Die Besitzer des Hofes vor Gustav Prochnow sind nicht bekannt (2014). Er könnte mit einem abgetrennten (separierten) Grundstück der Nachfolger eines der nachstehenden Bauern sein, deren Besitzfolge mit dem genannten Inhaber vorzeitig abriss:

Hof Nr.
letzter bekannter Besitzer
letzte Nennung
3
Ernst Gottlieb Dahlke
1852
4
Bernhard Gehrke
1907
8
George Friedrich Kuchenbecker
1840
10
Martin Dahlke
1867
11
Michael Friedrich Kuchenbecker
1852
14
Johann Roeske
1852

Die Höfe auf dem Abbau Bischofthum entstanden nach den Erbverschreibungen um 1838, als die Möglichkeit des Verkaufs gegeben war und die Erwerber ihre Hofgebäude in der Nähe ihrer Äcker und Wiesen errichteten.

  • Gustav Prochnow

    Der Zeitzeuge Egon Giese von Abbau Baldenburg berichtete, dass seine Eltern in der Winterzeit ab und zu mit dem Nachbarn Prochnow bis spät in die Nacht Schafskopf spielten: eine zusätzliche indirekte Bestätigung für die Lage des Hofes.

    Gustav Prochnow heiratete Berta Johanna Dahlke. Ihre Kinder waren Gertrud (1913-), Elisabeth (24.09.1919-10.11.1995), Else, Kurt, Erich und Irma (1928-).

  • Die Größe des Hofes war im Landwirtschaftlichen Adressbuch mit 22 ha angegeben. Davon waren 17 ha Äcker, 2 ha Wiesen und 3 ha Holzungen. Auf dem Hof wurden 2 Pferde, 10 Rindviecher und 8 Schweine gehalten.

    Landwirtschaftliches Adreßbuch der Provinz Pommern, Leipzig: Niekammers Adreßbücher, 1939, S. 338-339

  • Eroberung und Besetzung des Dorfes durch sowjetische Truppen, Beschlagnahme der Gehöfte und Vertreibung der deutschen Bevölkerung durch die Polen.

    Über die Flucht und Vertreibung wird ausführlich im Buch Geschichte von Bischofthum berichtet.

  • Satellitenbild des Grundstücks
    Quelle des Bildes: Geoportal Polen

    Der bei dem Grundstück liegende Hügel ist den Zeitzeugen als Juliusberg bekannt.

    Satellitenbild mit Juliusberg
    Quelle des Bildes: Geoportal Polen