Kuchenbecker-Kirche

Kuchenbecker-Kirche, so nannte Dr. phil. nat. Karl Kuchenbecker die Kirche von Liebengrün in seinem Buch villa liebengrün. Die Spur der Königsfreien von der Saale zur Memel. Am 27. August 1718 war die Kirche nebst dem ganzen Flecken in Rauch aufgegegangen und die Einwohner von Liebengrün waren gehalten, den Wiederaufbau aus dem Nichts zu bewältigen.

Den für den Wiederaufbau des Ortes und der Kirche entscheidenden Männern wird in einer Inschrift auf einem Triumphbogen in der Kirche gedacht. In der Festschrift aus Anlass der 625-Jahr-Feier von Liebengrün war eine Innenansicht der Kirche abgebildet. Die Detailaufnahme des Triumphbogens stammt von Hans-Ulrich Kuchenbäcker, Tespe.

Dr. phil. nat. Karl Kuchenbecker, ein direkter Nachfahre der genannten Kuchenbecker, kommentiert die Inschrift:

Der Amtmann zu Ziegenrück Thomas Schuchmann ist betitelt ›Königlich Polnischer und Kurfürstlich Sächsischer Amtmann‹, weil der damalige Kurfürst von Sachsen, August der Starke, gleichzeitig König von Polen war.

Das Wappen zwischen den Engeln ist das Wappen der Kurfürsten von Sachsen, ›die Raute und die gekreuzten Schwerter von Meißen‹. Der Amtsschulze Hanß Nicol Kuchenbecker (sen.) war zu der Zeit des Brandes noch im Amt. Er übergab während der Aufbauzeit das Schulzenamt an seinen Sohn Johann Friedrich Kuchenbecker, der dann zur Zeit der Datierung der Inschrift derzeit regierender gewesen ist (1745). Magister (Dr. phil.) Hans Heinrich Kuchenbecker ist der Bruder des Schulzen Johann Friedrich K. Er stand im Dienste des Kurfürsten. Sein einiger Sohn Karl Heinrich K. war später Kabinettssekretär (Staatssekretär) des Kurfürsten Friedrich August des Gerechten und wurde 1790 vom Kurfürsten, in dessen Eigenschaft als Reichsvikar, in Vertretung des Kaisers Joseph II. 1741-1790 geadelt und in den Stand eines Reichsfreiherrn erhoben. Er starb ohne Nachkommen.

Maßgebend für diese Nobilitierung sind seine diplomatischen Verdienste, im Zuge der schwierigen Verhandlungen bei den Auseinandersetzungen zwischen Österreich-Sachsen und Preußen, gewesen.